Nach einer Brustoperation gibt es einiges zu beachten. Die richtige Nachsorge ist schließlich entscheidend für den Erfolg. Schließlich können sonst Infektionen oder eine zu starke Vernarbung des Gewebes die Folgen sein. Der Heilungsprozess ist stark abhängig davon, wie sich die Patientin nach der Brustoperation verhält.

Die Nachsorge in der Klinik

Nach einer Brustoperation werden die Brüste gekühlt. Dadurch können Schwellungen vorgebeugt werden und auch die Schmerzen werden deutlich reduziert. Bei der nächsten Visite wird außerdem darauf geachtet, ob sich Einblutungen gebildet haben oder ob es sonstige unerwünschte Veränderungen gibt.

Am Tag nach der Operation wird die Brust mit Drainagen versorgt. Dadurch kann das Wundsekret und auch das Blut abgeleitet werden. Nach einem Tag wird meist ein Verbandswechsel vorgenommen. Es wird nun ein spezieller BH verwendet, der die neue Brust stützen soll. Ein Stützverband wird noch zusätzlich über diesem BH angebracht.

Die ersten Tage zu Hause – Wenn die Patientin nun wieder zu Hause ist, sollte sie versuchen sich bestmöglich zu erholen. Dazu gehört, dass sie sich in eine bequeme Position bringt, in der sie keine Schmerzen empfindet. Die Heilung wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Bis die Blutergüsse und Schwellungen vollständig zurückgegangen sind, wird es vermutlich mehrere Wochen dauern. Es sollten in dieser Zeit auf keinen Fall schwere Dinge gehoben werden. Auch von sportlichen Aktivitäten ist abzuraten. Solange der Verband noch nicht abgenommen wurde, muss beim Duschen sehr vorsichtig vorgegangen werden.

Schlafen – Das Schlafen nach einer Brustoperation ist meist nicht einfach. Vor allem die Brust- und Seitenschläfer werden zu kämpfen haben, denn die ersten 14 Tage nach der Operation darf nur auf dem Rücken geschlafen werden.

Medikamenteneinnahme – Nach einer Brustoperation müssen auch weiterhin Medikamente gegen die Schmerzen eingenommen werden. Dabei handelt es sich meist um Ibuprofen, also um ein relativ leichtes Schmerzmittel. Eine vorsorgliche Behandlung mit Antibiotika sollte erfolgen, um Entzündungen direkt vorzubeugen.

Wann zurück in den Alltag?

Eine Brustoperation sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, erst nach einer Dauer von etwa zwei Wochen sollte wieder mit der beruflichen Tätigkeit begonnen werden. Das gilt allerdings nur, wenn es sich dabei um körperlich weniger anstrengende Tätigkeiten handelt. Auf keinen Fall sollte im ersten Monat schwer gehoben oder sich zu sehr verausgabt werden. Selbst mit dem Autofahren sollte mindestens zwei Wochen gewartet werden. Mit dem Sport kann nach ungefähr zwei Monaten wieder begonnen werden, solange dabei ein gutsitzender Sport-BH getragen wird.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Woche nach dem Eingriff erfolgt normalerweise die erste Kontrolle durch den Chirurgen.
  • Bei dem Verbandswechsel kann die Brust das erste Mal begutachtet werden.
  • Nach zwei Wochen erfolgt die zweite Untersuchung. Der Verband wird komplett entfernt und die Fäden werden gezogen.
  • Nach etwa acht Wochen erfolgt die dritte Untersuchung, die vierte nach etwa sechs Monaten. Folgendes sollte während der gesamten Dauer beachtet werden: Medikamente dürfen nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden.
  • Der Stütz-BH muss konsequent getragen werden, für mindestens acht Wochen.
  • Geduscht werden, darf erst nach einer Woche.
  • Auf Sport oder körperliche Anstrengung muss zunächst verzichtet werden.
  • Die Kontrolltermine sind unbedingt einzuhalten.