Wer sich für eine Brustvergrößerung mit den entsprechenden Implantaten entscheidet, der sollte die jeweiligen Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden kennen. Wir wissen ja, dass der Mediziner dem großartigen hippokratischen Eid auch heute noch verpflichtet sein sollte, doch manchmal gibt es eben auch in der Medizin die schwarzen Schafe. Und selbst wenn es sich kaum ein Arzt leisten kann, eine mangelhafte Beratung durchzuführen, ist das Einholen von Infos im Vorfeld einer Brustoperation immer eine gute Sache. Hier nun deshalb die wichtigsten Zugangswege für das Einführen von Implantaten bei der Brust Op:

1. Zugangsweg über die Falte unterhalb der Brust

Diese im Fachjargon inframammär genannte Methode bedeutet das Legen eines etwa 3 Zentimeter langen Schnitts unterhalb der Brust und das anschließende Einführen des Implantats.

Der Vorteil ist dabei das Verschonen der Brustdrüse und die verlässliche Schonung des Implantats. Patienten, die ein anatomisches Implantat erhalten, werden meist auf diesem Weg operiert und auch die Narbenbildung unterhalb der Brust lässt sich hier gut kontrollieren beziehungsweise verstecken.

Nachteile gibt´s wenige, wobei eine besondere Narbenbildung im außerhalb der Brustfalte auftreten kann und auch beim endoskopischen Zugang über den Bauchnabel kann der Eingriff recht kompliziert ausfallen. Es gibt dafür zudem nur wenige Implantate und manchem kann die Auswahl an dieser Stelle zu gering ausfallen.

2. Zugangsweg über die Achsel

Schlicht als axillär wird dieser Weg in der Medizin bezeichnet und hier setzt der Arzt ebenfalls einen kleinen Schnitt, allerdings in der Achselhöhle. Das Problem hierbei ist die prinzipiell eingeschränkte Sichtbarkeit dem Eingriff, dafür kommt es jedoch zu einer meist optimalen Heilung der Narbe.

Die kaum sichtbare Narbenbildung ist deshalb ein großer Vorteil und vor allem Frauen mit kleinen Brüsten beziehungsweise mit sehr kleinen Brustwarzen entscheiden sich für diese Art der Brustvergrößerung.

Nachteilig sind die erhöhten Risiken für die örtlichen Lymphgefäße, was mit Infektionen einhergehen kann. Es stehen nicht sehr viele Implantate für diese Methode zur Verfügung und manchmal können diese auch verrutschen, vor allem entlang des Zugangsweges. Hin und wieder finden sich zudem Berichte über deutliche Narben, was aber weniger mit der Methode, sondern vielmehr mit dem Chirurgen zu tun haben dürfte.

3. Zugangsweg über die Brustwarze

Bei dieser Art Brust Op nimmt der Mediziner einen Schnitt in Form eines Halbmonds entlang des Vorhofs der Brustwarzen vor und das Implantat kommt in eine eigens dafür präparierte Taschenhalterung. Diese befindet sich in aller Regel auf dem Brustmuskel und die als periareolär bezeichnete Methode eignet sich deshalb auch nur für kleine Implantate.

Hier liegen die Vorteile gleichfalls in einer geschickten Vermeidung von sichtbaren Narben. Zudem wird die Brust zusätzlich gestrafft und die Brustwarze lässt sich auf Wunsch auch umsetzen.

Das Problem oder der Nachteil beim Zugangsweg über die Brustwarze liegt in der Durchtrennung des Gewebes. Die Brustdrüsen werden dabei unter Umständen eingeschränkt und die Patientin kann eventuell nicht mehr richtig stillen. Einige Frauen klagen über gefühlslose Brustwarzen, was sicher auch kein geringer Makel sein mag. Bei Störungen in der Wundheilung kann es außerdem zu einer unschönen Vernarbung kommen.