Die Vergrößerung der Brüste muss nicht unbedingt über das Einführen von Implantaten ablaufen. Es gibt auch schonendere Methoden wie zum Beispiel die Behandlung mit Eigenfett. Frauen, die sich für einen solchen Eingriff interessieren, sollten sich auch im Detail damit auseinandersetzen. Die Behandlung ist bewährt und schon seit einigen Jahren im Gebrauch, unterliegt aber auch ständigen Kontroversen.

Die Verwendung von Eigenfett in der Medizin

Schon seit den 1990er Jahren gibt es Methoden, bei denen körpereigene Fettzellen entnommen und an anderer Stelle wieder zugeführt werden. Zunächst wurden auf diesem Weg nur kleinere Regionen des Körpers behandelt, doch auch die Brustvergrößerung ist heute möglich und die Behandlung mit Eigenfett wird immer beliebter.

Die Ergebnisse sind sehr gut und lassen ästhetisch wie medizinisch einiges zu, wobei Forschung und Entwicklung in diesem Bereich längst nicht abgeschlossen sind. Eigenfett füllt kleine Körperpartien bequem auf und kann den Brüsten zusätzliches Volumen verleihen – ganz ohne künstliches Implantat.

Entnahme und Zufuhr

Zunächst entnimmt der behandelnde Arzt das Eigenfett durch eine simple Fettabsaugung und reichert die darin enthaltenen Stammzellen an. Das soll die Bildung neuer Blutgefäße garantieren und die Lösung aus Eigenfett kann schneller und sicherer in das Brustgewebe einwachsen. Natürlich gibt es an dieser Stelle auch ethische Bedenken, aber es handelt sich schlussendlich immer um die individuellen und damit im Besitz der handelnden Person befindliche Stammzellen, so dass diese den Einsatz auch selbst entscheiden sollte.

Brustvergrößerung mit Eigenfett

Die Ergebnisse können für gewöhnlich überzeugen

Das Ergebnis ist ein Aufbau des Volumens, nachhaltig und zuverlässig, und der sehr gering ausfallende Eingriff ist für viele Frauen sehr vorteilhaft. Es handelt sich um eine sogenannte Minimal – invasive Methode und auf diesem Weg lassen sich kleine Brüste aufbauen oder als unförmig empfundene modellieren. Asymmetrie und Schlaffheit lässt sich so bequem und sicher begegnen.

Hintergrund und Risiken

Erfunden wurde die Brustvergrößerung mittels Eigenfett in Japan. Der Wissenschaftler Kotaro Yoshimura verringerte bei seinen Forschungen an der Universität von Tokio das Problem der Nekrose bei den implantierten Zellen und erhielt dabei hervorragende Ergebnisse. Das Ergebnis ist dauerhaft, ästhetisch hochwertig und sehr flexibel zu erreichen.

Auf der anderen Seite finden sich einige immer wieder diskutierte Risiken und es empfiehlt sich, hier das Gespräch mit dem Mediziner selbst suchen, zumal diese eventuellen Schwierigkeiten auch von individuellen Faktoren abhängen. Es wird zum Beispiel von Kapselfibrosen berichtet, von Lipogranulomen und Überreaktionen der behandelten Körperregion. Das tritt aber alles viel häufiger bei den Implantaten auf, so dass Eigenfett hier sicher das kleinere Risiko darstellt.

Als größtes Problem bezeichnen Mediziner heute die Gefahr von Verkalkungen oder unschönen Verdichtungen in der Brust. Das ist zwar nicht direkt ein gesundheitliches Problem oder führt zu unerwünschten Entwicklungen, doch gerade die Brustkrebsdiagnostik wird an dieser Stelle entscheidend beeinträchtigt. Freilich sollte man von einem Fachmann und gutem Radiologen erwarten, dass er Karzinome von Eigenfett unterscheiden kann und das ist in der Praxis dann auch fast immer der Fall. Es gibt dazu aber auch vielsprechende Studien und Untersuchungen, was die Methode höchstwahrscheinlich auch in Zukunft sehr attraktiv für viele Frauen machen sollte.