Die Gründe für eine Brustvergrößerung können vielfältig sein und ein behandelnder Mediziner ist stets bestrebt, die ganz individuellen Vorstellungen der Patienten zu berücksichtigen. Immerhin war Schönheit schon immer ein Thema und der technische Fortschritt erlaubt uns heute eine Vielzahl an Veränderungen. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, wünscht sich vielleicht eine neue Ästhetik, hat Schwierigkeiten mit seinem Erscheinungsbild oder leidet an zu kleinem oder unförmigem Wuchs der Brust. Dem lässt sich abhelfen und es empfiehlt sich eine eingängige Beratung zur Brustvergrößerung, die alle einzelnen Schritte genau erläutert.

Die Vorbereitung

Da es sich beim Vergrößern der Brust um einen in der Regel stationären Eingriff handelt, müssen im Vorfeld bestimmte Untersuchung zur Vorbereitung durchgeführt werden. Dazu gehören der übliche Vorsorgecheck und die Begutachtung mittels Ultraschall, wobei die Patienten 2 Wochen lang vor dem Eingriff auf jegliche Medikamenten verzichten müssen, die Einfluss auf die Blutgerinnung haben. Das schließt besonders Schmerzmittel, Alkohol und Schlaftabletten mit ein. Der Mediziner führt eine ausführliche Beratung durch und erklärt die einzelnen Schritte der eigentlichen Brustvergrößerung im Detail. Die Vorgaben sind einzuhalten, sonst kann es schnell zu unangenehmen Komplikationen kommen.

Der Eingriff

Für die Operation an der Brust sollten Patienten mindestens 2 Stunden einplanen, wobei es sich wie bereits erwähnt um eine Op in Vollnarkose handelt. Eine Brustvergrößerung ist keine wirklich große Sache mehr, sollte aber trotzdem keinesfalls unterschätzt werden. Wichtig ist hier ein Abgleich mit den richtigen Anästhetika und die Patienten verbleiben nach dem Eingriff auch für meistens 2 oder auch 3 Tage in der Klinik. Die auftretenden Blutergüsse sind völlig normal und bilden sich genauso wie die sehr kleinen Schnittnarben nach einiger Zeit zurück beziehungsweise verschwinden. In der Regel ist ein weiterer Aufenthalt im Krankenhaus nicht erforderlich und man kann sich voll und ganz auf die individuelle Nachsorge der Brust OP konzentrieren.

Die Nachsorge

Ein oder zwei Tage nach der Brustoperation sind die Patienten wohlauf und der Arzt wird dann von Fall zu Fall entscheiden, wann die Arbeitsfähigkeit wieder zu erwarten ist und diesbezüglich eine entsprechende Krankschreibung ausstellen. Harte Arbeit, die körperlich sehr fordernd und gerade auch den Bereich der operierten Brust belastet, sollte in den ersten zwei Monaten nach dem Eingriff auf jeden Fall vermieden werden.

Der richtige Büstenhalter schützt die Brust

In den ersten Wochen sollte man unbedingt einen Büstenhalter tragen

Zudem ist für den weiteren Schutz ein Büstenhalter zu tragen und das rund um die Uhr innerhalb der ersten drei Wochen! Das mag mancher Patientin gerade nachts schwerfallen, ist aber nur eine weitere Vorsichtsmaßnahme, um den Erfolg der Brustvergrößerung nicht zu gefährden. Der BH sollte gut sitzen und für eine ordentliche Polsterung sorgen, wobei ein enges Abschnüren der Brüste unbedingt zu vermeiden ist. Gerade der Wonderbra kann hier zum Problem werden und deshalb im ersten Vierteljahr nicht getragen werden. In der Regel informiert die behandelnde Klinik aber auch zu speziellen Büstenhaltern, die eine Heilung nach der Brust OP konsequent unterstützen.

Nach rund einem dreiviertel Jahr kann der behandelnde Arzt einen abschließenden Befund treffen. Dann liegt es aber immer auch beim Patienten selbst und man muss entscheiden, ob das Ergebnis optisch und auch physisch zufriedenstellend oder ob ein weiterer Eingriff erforderlich ist.