Es trifft einen wie ein Schlag ins Gesicht – die Diagnose Brustkrebs. Auch wenn man darauf vorbereitet war, weil vielleicht schon die Mutter oder Großmutter unter Brustkrebs litt, ist es doch eine Überraschung. Aber was nun? Chemo? Das ist die wohl am häufigsten angewendete Methode um den Krebs zu bekämpfen. Doch was viele dabei nicht bedenken, ist dass man danach oder gerade währenddessen mit Folgen zu kämpfen hat: Antriebslosigkeit, Appetitlosigkeit, … um nur ein paar zu nennen. Wenn der Krebs allerdings im Anfangsstadium erkannt wurde und er noch nicht gestreut hat, kann er oft operativ behoben werden.

Nach einer Brustoperation…

Hier stellt sich dann die Frage, wie sehen meine Brüste nach der OP aus? Bestimmt nicht so wie vorher. Es wurde doch schon viel vom Eigengewebe von den Krebszellen eingenommen, also ist nur noch ein Bruchteil der Eigenbrust gesund. Der Operateur muss also viel von der eigentlichen Brust entnehmen. Am besten man macht sich vor der ersten Operation schon Gedanken darüber, ob man eine Brustrekonstruktion haben möchte, denn dafür müssen erste Maßnahmen schon während der ersten Operation getroffen werden. Oder setzt man auf eine Prothese im BH oder Badeanzug, hier ist die Angst vieler Frauen begründet, dass etwas rausfallen könnte, oder verrutscht und was, wenn man mit dem Partner intim werden möchte? Akzeptiert er es? Die meisten Frauen schämen sich dafür, dass sie nicht so wie andere Frauen sind. Aber den meisten Männern ist das egal, es ist doch immer noch die Frau, die sie vor Jahren geheiratet haben. Also keine Angst meine Damen!

Viele Frauen denken auch an eine Brustangleichende Operation…

…bei der die gesunde Brust an die bereits operierte angeglichen wird. Es gibt immer mehr Frauen, die an ihrer großen Oberweite leiden, doch für eine Brustverkleinerung fehlte ihnen immer der Mut, oder das Geld. Wenn man dies gut bei der Krankenkasse gut begründet, können die Kosten ggf. sogar übernommen oder teilweise übernommen werden. Man sollte sich dennoch auf eine Größere Ausgabe vorbereiten, ob es wirklich die beste Idee ist, dafür einen Kredit aufzunehmen, muss jeder für sich selbst beurteilen. Denn es gibt nichts Wichtigeres, als dass man sich selbst im eigenen Körper wohl fühlt.

Frauen entscheiden sich am häufigsten für die Brustrekonstruktion

Hier muss man sich entscheiden, ob die Brust aus Eigengewebe aufgebaut werden soll oder ob der Chirurg Implantate einsetzen soll. Bei dem Eigengewebs-Brustaufbau werden einige Hautlappen vom Unterbauch, Gesäß oder Rücken entnommen und verpflanzt. 70 – 80 % der Brustrekonstruktionen werden Implantate genutzt, sowie Expander und Netze. Die kissenartigen Implantate werden vor oder hinter dem Brustmuskel platziert. Die vollständig aus Silikon bestehenden Implantate sind mit verschiedenen Substanzen gefüllt: Silikongel, Kochsalzlösung, einer Mischung aus beidem oder anderen Materialien. Zunächst wird ein von außen befüllbarer Gewebeexpander unter dem Muskel eingesetzt, dieser wird nach und nach mit Kochsalzlösung befüllt, damit sich der Brustmuskel dehnt. Nach einiger Zeit kann der Expander gegen eine dauerhafte Prothese ausgetauscht werden, dies geschieht in einer zweiten Operation. Der netzgestützte Wiederaufbau wird von einem Kunststoffnetz oder von einer azellurären Matrix (lebendige Zellen von Rindern, Schweinen oder verstorbenen Menschen) unterstützt. Das Netz wird mit der Zeit von den eigenen Zellen akzeptiert und überwachsen. Eine Rekonstruktion mit Implantaten oder Netzen ist leider nicht dauerhaft, nur auf die Rekonstruktion mit Eigengewebe kann dauerhaft gesetzt werden.

Trotz all diesen mehr oder weniger erfreulichen Nachrichten, ist es dennoch ratsam sich regelmäßig vom Frauenarzt die Brüste abtasten zu lassen.