Eines der markantesten Elemente im menschlichen Gesicht ist die Nase. Sie kann groß, klein, schmal, breit, schief sein oder auch einen Höcker haben. Auf Grund ihrer Form sind manche Menschen mit ihrer Nase nicht zufrieden oder leiden sogar unter ihrem Aussehen. Ist der Leidensdruck bzw. die Belastung zu groß, suchen sie Hilfe beim Chirurgen, der den Störfaktor reparieren bzw. umgestalten soll.

Eine Nasenkorrektur ist kein kleiner Eingriff und im Vorfeld sollten einige Dinge besprochen werden. Etwa was genau störend ist, wie man sich die neue Nase vorstellt und was beim Eingriff selbst passiert. Auch ob es Kontraindikationen gibt, ist ein Punkt, der geklärt werden muss. Ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Schönheitschirurgen der Wahl ist deshalb unerlässlich.

Rund um die Operation

Bei dem Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt wird die Vorgeschichte des Patienten erhoben, was Anamnese genannt wird. Dabei wird besprochen, welche Krankheiten bereits aufgetreten sind, ob an Allergien oder Heuschnupfen gelitten wird, genauso wie über Atembeschwerden und eventuelle Eingriffe, die bereits stattgefunden haben. Auch für eine Voruntersuchung ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Sie wird mit dem Spekulum durchgeführt, wobei die Schleimhaut in der Nase untersucht wird. Gibt es Probleme beim Atmen, wird auch noch eine Untersuchung bei einem HNO-Arzt initiiert. Je nach seinem Befund oder dem des Chirurgen wird beschlossen, welche Technik – geschlossen oder offen – zum Einsatz kommt. Ist der Grund der Nasen-OP ein ästhetischer, dann wird meistens die offene Technik gewählt, da sie viel präziser ist. Und die Narben durch den Schnitt am Nasensteg oder an den Nasenflügeln sind hinterher kaum sichtbar. Geht es um die Nasenscheidewand, kann geschlossen – also durch die Nasenlöcher – operiert werden. Ein Höcker wird in kleinen Schritten abgetragen. Da durch seine Entfernung die Nase optisch länger wirkt, wird diese zumeist auch etwas gekürzt.

Nach der Operation wird die Nase eingegipst. Und zwar für ungefähr zehn Tage. Wurde die Nasenscheidewand korrigiert, wird eine Schiene aus Silikonfolien angebracht. Die unangenehmen Tampons sind dann nicht notwendig. Durch sie wird auch eine normale Atmung möglich, obwohl die Nase oft angeschwollen ist. Nicht immer ist der Patient mit dem Ergebnis zufrieden. In so einem Fall kann ein Jahr danach eine Nachkorrektur erfolgen.

Nach der Operation sollte auf einige Dinge geachtet werden, um das Ergebnis nicht zu gefährden. So dürfen etwa die Haare erst drei Tage nach dem Eingriff gewaschen werden. Sekret darf nur abgewischt werden, denn Schneuzen ist absolut tabu. Und auch eine Brille belastet den Nasenrücken zu stark. Besser für die ersten zwei Wochen auf sie verzichten. Auch sollte der Körper geschont werden. Leichte Arbeit ist frühestens nach drei Wochen möglich. Ab dieser Zeit ist man auch wieder gesellschaftsfähig. Mit Sport sollte man auf jeden Fall rund acht Wochen warten.

Bei einer Nasenkorrektur ist der Wunsch des Patienten wichtig. Allerdings sollte die Nase ins Gesicht passen und auch mit den Vorstellungen des Chirurgen harmonieren. Menschen, die glauben mit einer anderen Nase ihre seelischen Probleme zu lösen, wird von dieser Operation abgeraten. Sie sollten sich lieber einem Psychologen anvertrauen.

Komplikationen & Kontraindikationen

Manches Mal wird auch von einer Nasenplastik abgeraten. Etwa dann, wenn der Patient eine sehr dicke Haut besitzt, die sich an die geplanten Veränderungen nicht anpasst. Auch muss der Gesichtsschädel des Patienten bereits ausgewachsen sein, was ungefähr im Alter von 16 Jahren der Fall ist. Bei einer Schwangerschaft sollte – genauso wie bei akuten Infektionen oder bei überschießender Narbenbildung auf eine Operation verzichtet werden.

Normalerweise verläuft eine Nasenkorrektur komplikationslos. Es treten zwar Schwellungen und Blutergüsse auf, die jedoch innerhalb von zwei bis drei Wochen wieder verschwinden. Eventuelle Nachblutungen sind problemlos zu beheben. Manchmal können auch der Tränenkanal, die Gefühls- oder Riechnerven verletzt werden, was jedoch nur sehr selten der Fall ist.