Das Fettabsaugen gehört wohl zu den am meisten durchgeführten Behandlungen in der Plastischen Chirurgie. Obwohl das Coolsculpting immer mehr an Bedeutung gewinnt, setzen Mediziner sowie Patienten nach wie vor auf die bewährte Liposuction. Diese Methode ist schon seit vielen Jahren beim Kampf gegen lästigen Fettdepots im Einsatz und Patienten schätzen das gute und schnelle Ergebnis.

Fettabsaugen statt Diät?

Patienten wissen ein Lied darüber zu singen: Hormonell oder genetisch bedingte Fettpölsterchen sind gegen alle Arten von Sport und Diäten resistent. Für diese Damen und Herren steht die klassische Fettabsaugung zur Verfügung. Allerdings wird nur das Fett an der Oberfläche abgesaugt, die tieferen Fettschichten bleiben erhalten. Somit ist diese Methode zur allgemeinen Reduzierung des Übergewichtes nicht geeignet, kann aber nach gezieltem Abnehmen zum Einsatz kommen. Abgesaugt werden können, u. a. Bauch, Hüften, Rücken, Oberschenkel, Knie und Oberarme. Aber auch dem Doppelkinn wird mit der Liposuction der Garaus gemacht. Die Fettabsaugung nehmen vor allem Damen in Anspruch, aber auch die Herren holen mächtig auf.

Fettabsaugung: Fünf Methoden – ein Ziel!

Je nach Hautbeschaffenheit und Menge des abzusaugenden Fettes entscheidet der Operateur, welche Methode beim jeweiligen Patienten zum Einsatz kommt.

1. Die klassische Liposuction

In den betroffenen Bereich wird eine Lösung injiziert. Durch winzige Hautschnitte schiebt der Operateur das Absauggerät in den Körper, bewegt es durch das Gewebe und das Fett fließt in den bereitgestellten Behälter.

2. Die Tumeszens-Liposuction

Dieses Verfahren wird am meisten angewandt, da es als besonders sicher und risikoarm gilt. Vom Prinzip her ähnelt es der klassischen Liposuction. Den Patienten wird eine kochsalzhaltige Lösung in das behandelnde Areal eingespritzt. Das hat die Folge, dass die sich Fettzellen auflösen und so besonders gut abgesaugt werden können. Durch kleine Schnitte in die Haut führt der Chirurg das Absauggerät ein und saugt das Fett ab. Die, in der Lösung, enthaltenen Betäubungsmittel sorgen für schmerzfreie Liposuction.

3. Die Laser-Liposuction

Diese relativ neue Methode der Fettabsaugung erfolgt mittels einer Lasersonde, die nach örtlicher Betäubung in den zu operierenden Bereich eingesetzt wird. Diese löst und verflüssigt das Fett. Ein Vorteil dieses Verfahrens ist, dass das gelöste Fett bei kleineren Eingriffen nicht abgesaugt werden muss. Zudem ist der Eingriff besonders schonend, da die Hin- und Herbewegung des Absauggerätes fast gänzlich entfällt.

4. Die Ultraschall-Liposuction

Bei diesem Verfahren werden die Fettzellen mittels Ultraschallwellen geschmolzen. Durch die Niederfrequenz-Schallwellen bleiben die oberen Hautschichten intakt. Das geschmolzene Fett wird nicht abgesaugt, sondern vom Körper selbst auf natürliche Weise ausgeschieden. Mit der Ultraschall-Liposuction kann nur ein relativ kleines Areal behandelt werden. Weiters sind meist mehrere Behandlungen vonnöten, um das gewünschte Ziel zu erreichen.

5. Die Vibrations-Liposuction

Das vorgelöste Fett wird hierbei mit extra dünnen Kanülen abgesaugt. Diese Methode ist deshalb besonders schonend und kann auch an empfindlichen Stellen angewendet werden, z. B. beim Doppelkinn. Durch das Vibrieren des Absauggerätes wird das Fett abgesaugt. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass sich ein ebenmäßiges Hautbild ergibt, weil sich die Haut durch die Stimulierung schnell zusammenzieht.

Fettabsaugung: Viele Vorteile, viele Nachteile?

Die Fettabsaugung bietet hartnäckigen Fettpölsterchen nahezu an jeder Stelle des Körpers Paroli. Durch die Liposuction bilden sich an den abgesaugten Stellen keinerlei Fettzellen mehr, weshalb das Ergebnis von Dauer ist.
Wie aber auch bei anderen Operationen, können auch bei Fettabsaugungen Komplikationen auftreten. So ist eine stärkere Blutung während oder nach der OP möglich und kann eine operative Blutstillung nach sich ziehen. Als Nebenwirkungen können Hämatome, Wundheilungsstörungen, längerfristige Schmerzen oder Infektionen auftreten. Auch ein vorübergehendes Taubheitsgefühl im Operationsbereich ist möglich. Diese Nebenwirkungen sind zwar alle unangenehm, lassen sich aber mit geeigneten Mitteln gut in den Griff bekommen.