Schon seit über 100 Jahren wird der Facelift durchgeführt, wodurch ständig neue Techniken entstehen.

Ob Doppelkinn, Hamsterbäckchen oder Zornesfalten, ein gelungener Hals-Stirn-Facelift macht all diesen Makeln den Garaus.

Wie entstehen diese Altersmerkmale überhaupt?

Die Antwort liegt in der Lederhaut. Dort bilden Elastan und Kollagen ein Fasergeflecht, welches der Haut Spannkraft verleiht. Dank Enzymen erneuert sich das Bindegewebe ständig. Durch den Alterungsprozess wird das Fasergeflecht dünner und trocknet so mit der Zeit aus.

Dadurch lässt die Elastizität der Haut nach, und es entstehen Falten.
Dieser natürliche Prozess wird durch Rauchen, zu viel Sonne und dem Besuchen des Solariums beschleunigt.
Nun stellt sich die Frage, wann sich der Hals-Stirn-Facelift wirklich lohnt.

Eine solch drastische Operation sollte nur bei einem guten allgemeinen Gesundheitszustand vorgenommen werden.
Die meisten Menschen entscheiden sich für einen Hals-Stirn-Facelift, weil sie nicht der Meinung sind, dass ihr Aussehen zu ihrem Spiegelbild passt.

Auch wenn Körper und Gesicht auf ein unterschiedliches Alter schließen lassen, oder das Aussehen den Karriereplänen im Weg steht, suchen einige einen Schönheitschirurgen auf.

Selbstverständlich bietet auch die persönliche Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper Grund genug, sich für ein Lifting zu entschließen.

Doch bevor man sich unters Messer legt, ist es wichtig, mindestens 1 – 2 Wochen vor dem Eingriff das Rauchen zu unterlassen, da dies den Wundheilungsprozess beeinträchtigt.
Außerdem muss auf entzündungshemmende und blutverdünnende Medikamente sowie auf Alkohol verzichtet werden.

Doch wie funktioniert das Hals-Stirn-Facelifting eigentlich?

Vor dem Eingriff rät der Arzt meist zu einer Vollnarkose.
Nach der erfolgreichen Narkotisierung wird die Haut gesäubert und desinfiziert, woraufhin 4 bis 6 Schnitte oberhalb des Haaransatzes der Stirn folgen.

Weitere Einschnitte erfolgen vor und um das Ohr herum, bis hinunter zum Nacken. Zudem wird ein Schnitt unter das Kinn gesetzt.

Die Stirnhaut wird endoskopisch von den darunterliegenden Muskeln und dem Fett gelöst, angehoben, erneut gestrafft und fixiert.
Dadurch rutschen die Augenbrauen ein Stück nach oben.
Auch Botox hat sich in der Vergangen bewährt.

Beim der Durchführung des Halslifting gibt es unterschiedliche Varienten.
Fett kann mittels Spritze abgesaugt werden, wodurch die Haut an Elastizität gewinnt.

Eine zweite Möglichkeit ist die Verkürzung des Halsmuskels.

Eine weitere Variante bietet der SMAS-Lift (Superficial Musculo Aponeurotic System-Lift).

Hierbei wird die Haut des Halses von der darunterliegenden Bindegewebsschicht (SMAS) getrennt.
Das SMAS-Gewebe wird daraufhin wie in der vorigen Methode gestrafft und fixiert.

Nachdem die Nähte gesetzt wurden, ist die 5-9 stündige Operation beendet.

Dem Patienten wird für zwei Tage ein Druckverband am Kopf angebracht. Zudem muss dieser eine Kühlmaske tragen, um großflächigen Schwellungen entgegenzuwirken.
Die folgenden fünf Tage muss eine Faceliftbandage getragen werden, die Wundsekrete aufsaugt.

2-3 Wochen nach dem Eingriff werden dann die Fäden gezogen.
Die Rekonvaleszenzzeit nimmt weitere 2-3 Wochen in Anspruch. Sport und andere körperlichen Aktivitäten sollten erst ca. 6 Wochen nach dem Eingriff wieder aufgenommen werden.

Nebenwirkungen und Komplikationen

Selbstverständlich entstehen wie bei jeder Operation kurzfristige Nebenwirkungen wie Schwellungen, Spannungs- und Taubheitsgefühle.

Da es sich beim Hals-Stirn-Facelift um einen komplexen Eingriff handelt, können auch Infektionen des Narbengewebe, Hämatome oder Narben an der Kopfhaut, die den Haarwuchs beeinträchtigen können, auftreten.

Zudem kann es vorkommen, dass Nerven (insbesondere der Nervis facialis) während des Eingriffs verletzt werden, was zur Muskellähmung bestimmter Gesichtsbereiche führt.
So verändert sich die Mimik und besonders beim Lachen verzieht sich das Gesicht ungewollt.

So wird das oberste Ziel des Liftings, die persönliche Mimik aufrechtzuerhalten, nicht erfüllt.

Um dies bestmöglichst vorzubeugen, sollte man sich nur an plastische Chirurgen mit viel Erfahrung wenden.
Hierbei kommt man mit weniger als 6000€ kaum aus.

Nach bis zu 15 Jahren verliert der Facelift an Wirkung und sollte nach Möglichkeit nicht wiederholt werden, da ein zweiter, so großer Eingriff sehr maskenhaft erscheinen kann.