Das Kinn kann durch einen kosmetischen Eingriff auf verschiedene Art und Weise korrigiert werden. Die Probleme, die mit dem Kinn und seinem Aussehen zusammenhängen, sind sehr vielfältig, und genauso breit gefächert ist das Angebot an Korrekturmöglichkeiten.

Passt das Kinn von der Größe her nicht zum Rest des Gesichtes, kann das das Leben des Betroffenen stark beeinträchtigen. Durch die Unzufriedenheit über das eigene Aussehen können schwere Depressionen oder ein allgemeines Unwohlsein im eigenen Körper entstehen. Im Rahmen einer Kinnvergrößerung kann der Knochen während des Eingriffs verlagert und außerdem mit Füllmaterial korrigiert werden. Dazu wird der körpereigene Knorpel benutzt. Es besteht aber auch die Möglichkeit sich ein Implantat einsetzen zu lassen. Um das Kinn zu verkleinern, reicht eine klassische Fettabsaugung meist völlig aus. Ob eine lokale Betäubung oder eine Vollnarkose vonnöten ist, kommt ganz auf den Schwierigkeitsgrad der Operation an.

Zur Eingangsuntersuchung gehört das genaue Vermessen des Gesichtes und eine Röntgenaufnahme der zu korrigierenden Körperpartie. Die Beratung sollte sehr intensiv sein und der Patient muss über alle Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten in Kenntnis gesetzt werden. Hierzu gehört auch die Einsicht darüber, ob eine Psychotherapie einem Eingriff nicht vorzuziehen wäre, um zu lernen, mit dem eigenen Körper klar zu kommen und sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist. Meist handelt es sich bei den Eingriffen zur Korrektur der Kinnpartie um ambulante Behandlungen. Der Patient kann also schon kurz nach dem Eingriff nach Hause gehen und die Wundversorgung vom Hausarzt durchführen lassen. Wer zum Auffüllen körpereigene Substanzen benutzt, hat eine bessere Chance, gut und problemlos zu verheilen. Diese Substanzen können von der Lippen-Innenseite oder von der Unterseite des Kinns eingeführt werden. So werden Narben so klein wie möglich gehalten.

Vorbereitung, Ablauf und Nachsorge des Eingriffs

Zwei Wochen vor der Operation dürfen keine alkoholischen Getränke mehr konsumiert werden. Genauso verhält es sich mit Nikotin. Die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten wie zum Beispiel Aspirin oder Schlafmittel sollten in diesem Zeitraum ebenfalls vermieden werden. Der Eingriff an sich dauert maximal eine Stunde. Der Verband bleibt zwei Wochen dran. Anschließend werden dann auch die Fäden gezogen. Während der Wundheilung sollte regelmäßig gekühlt werden. Auch Mundspülungen können zur Wundheilung verschrieben werden. Kauen ist nach einer solchen Operation nicht möglich, deshalb muss man während der ersten Tage nach dem Eingriff flüssige Nahrung zu sich nehmen. Es versteht sich außerdem von selbst, dass Sportaktivitäten jeder Art vermieden werden sollten.

Mögliche Komplikationen, Risiken und Kosten

Wundheilung ist oftmals eine genetische Veranlagungssache. Es besteht immer ein Risiko, dass Probleme bei der Wundheilung auftreten. Trotz des genetischen Faktors lohnt es sich den Anweisungen des Arztes genauestens zu folgen, um so der Bildung von Blutergüssen und Schmerzen Einhalt zu gebieten. Auch die Qualität der Narbenbildung ist eine genetische Frage. Neigt die Haut sowieso schon dazu starke Narben zu bilden, sollte man eventuell einen Eingriff im Gesicht nochmal genauestens überdenken. Eine Operation zur Kinn-Korrektur kostet von 1200 Euro bis hin zu 3000 Euro. Ist für den Eingriff eine Vollnarkose nötig, lässt das die Kosten ansteigen. Auch das Füllmaterial hat seinen Preis. Die Krankenkassen übernehmen nur in Extremfällen die Kosten für solch eine Art von Operation. Kann nachgewiesen werden, dass der Patient ein massives psychologisches Problem wegen seines Aussehens hat, kann es dazu kommen, dass die Krankenkasse einen Teil des Eingriffs bezahlt.