… tausend Worte. Die Augen sind meist das erste, die bei einem unbekannten Menschen wahrgenommen werden. Sie entscheiden darüber, ob der Gegenüber als sympathisch oder unsympathisch wahrgenommen wird. Sie drücken Stimmungen und Gefühle aus und sind deshalb für die Kommunikation essentiell. Allerdings altern die Bereiche um die Augen so offensichtlich, wie kaum ein anderer Teil des Körpers. Auch Make-Up und eine gute Pflege können schlaffe Augenlieder, Falten und Tränensäcke irgendwann nicht mehr verstecken. Schnell entsteht dann der Eindruck, die Person wäre ständig müde und erschöpft.

Eine Augenliedstraffung kann helfen. Dabei wird das überschüssige Weichteilgewebe rund um das Auge reduziert oder anders verteilt. Dieses weiche Gewebe besteht aus Fett, Muskeln und Haut. Dadurch können Schlupflider und Falten reduziert werden.

Vor der Operation

Wie bei anderen Eingriffen auch, darf auch vor einer Augenliedstraffung bereits zwei Wochen zuvor kein Alkohol mehr konsumiert werden. Auch Schmerz- und Schlafmittel sind tabu, denn diese könnten während dem Eingriff zu Blutungen führen. Raucher sollten außerdem versuchen, ihren Nikotinkonsum vor dem Eingriff stark einzuschränken. Optimal wäre es, wenn bereits einen Monat vor dem Eingriff vollständig auf das Rauchen verzichtet werden würde. Zigaretten wirken sich negativ auf die Wundheilung aus.

Die unterschiedlichen Operationsverfahren

Die Lidkorrektur wird in fast allen Fällen ambulant durchgeführt. Ist die Operation überstanden, kann der Patient direkt im Anschluss wieder nach Hause fahren. Deshalb wird der Eingriff meist nur mit einer örtlichen Betäubung durchgeführt. Wer wünscht kann sich in einen schmerzfreien Dämmerschlaf versetzen lassen. Ebenso ist natürlich auch eine Vollnarkose möglich.

Häufig erfolgt eine Kombination mit einem Augenbrauenlifting, um ein optimales Ergebnis erzielen zu können.

Um Schlupflider zu korrigieren, wird ein Stück Haut in Sichelform herausgetrennt. Dadurch wird das Fettgewebe, welches an dieser Stelle überschüssig war, entfernt. Durch das anschließende Vernähen, kann die entstehende Narbe so platziert werden, dass sie durch die Lidfalte nicht mehr sichtbar ist.

Sollen hingegen die Unterlieder korrigiert werden, dann wird ein Schnitt unterhalb des Wimpernkranzes vorgenommen. Auch hier wird das überschüssige Fett entfernt, das der Grund für die Tränensäcke ist.

Lidkorrektur mit dem Laser

Die Lidkorrektur kann ebenfalls mittels eines Lasers erfolgen. Besonders bei kleinen Fältchen ist die Methode sehr effektiv, da sich ein chirurgischer Eingriff in einem solchen Fall eventuell noch nicht lohnen würde. Aber auch hier ist nach dem Eingriff das Nähen der Wunde erforderlich. Das Verfahren unterscheidet sich somit in diesem Punkt kaum von dem mit einem Skalpell.

Nach der Operation

Nachdem der Eingriff abgeschlossen ist, bilden sich sehr deutliche Blutergüsse. Diese werden vermutlich mindestens sechs Tage benötigen, um vollständig zurückzugehen. Wenn die Augen vorsichtig gekühlt werden, kann ein Abklingen der Schwellung noch zusätzlich unterstützt werden. Die Fäden werden entfernt, wenn die Schwellung abgeklungen ist. Das ist meist nach einigen Tagen der Fall.

Risiken und Komplikationen

  • Verfärbung der Augenlieder
  • Anschwellen der Bindehaut und Auftreten eines starken Spannungsgefühls
  • Sensibilitätsstörungen an der operierten Stelle
  • Sehverschlechterungen (sehr selten)
  • Verletzung der Augenhornhaut während des Eingriffs
  • Probleme bei der Lidöffnung
  • trockene und dadurch schmerzende Augen
  • Wundheilungsstörungen
  • ungewünschte Narbenbildung
  • allergische Reaktionen gegen Medikamente oder Betäubungsmittel
  • Thrombose und starke Blutungen