Ein gesundes Körperbewusstsein, und damit ein gesunder und straffer Körper, ist heutzutage immer wichtiger. Die Menschen achten nämlich auf ihr Aussehen und werden auch auf Grund ihrer Optik von den Mitmenschen beurteilt.

Offensichtlichen Mängeln wie etwa schlaffer oder überschüssiger Haut wird aus diesem Grund konsequent der Kampf angesagt. Grund für die Probleme der Betroffenen kann einerseits der Alterungsprozess, aber auch massives Übergewicht oder übermäßiges Dehnen der Haut, wie etwa nach einer Schwangerschaft sein.

Viele Menschen – in erster Linie sind es Frauen, aber immer öfter auch Männer – entschließen sich für eine körperstraffende Operation, um ihr beschädigtes Selbstbewusstsein wieder zu erlangen und um sich in ihrem Köper wohlzufühlen. Besonders Bauchstraffungen sind ein beliebter Eingriff.

Geeignet ist fast jeder dafür, der die überschüssige bzw. erschlaffte Haut trotz Sport und gesunder Ernährung nicht mehr los wird und darunter leidet.

Überschüssige Haut in der Bauchregion kann auch zu medizinischen Problemen führen. Bilden sich nämlich verstärkt Falten, kann das – durch vermehrtes Schwitzen – zu unangenehmen Entzündungen oder schmerzhaften Ekzemen führen. Eines ist jedoch ganz wichtig, wenn man sich für so einen Eingriff entschließt: Bauchdeckenstraffungen sollten nur dann durchgeführt werden, wenn der Patient Normalgewicht hat, denn Gewichtsschwankungen können sich negativ auf das Ergebnis auswirken.

Die Operation

Bevor man sich für eine Bauchdeckenstraffung entschließt, ist eine umfassende Beratung beim Chirurgen notwendig. Dabei erfährt man vom Arzt was genau bei der Operation passiert und wie man sich auf sie vorbereitet bzw. welche Untersuchungen man im Vorfeld machen muss. So muss man etwa – da der Eingriff immer in Vollnarkose stattfindet – diverse Untersuchungen für eine Operationsfreigabe absolvieren. Auch müssen rund zwei Wochen davor blutgerinnungshemmende Medikamente abgesetzt werden. Sie können – nach Absprache mit dem Internisten – durch Heparinspritzen ersetzt werden.

Vorsicht! Auch Grippe- und Schmerzmittel führen oft zu einer Blutverdünnung. Bei der Operation selbst, die mindestens zwei Stunden dauert, wird die überschüssige Haut samt dem Unterhautgewebe entfernt. In vielen Fällen wird zu Beginn jedoch erst einmal eine Fettabsaugung durchgeführt. Und zwar im Bereich der Hüften und der Taille. Damit wird nicht nur die Silhouette verbessert, sondern auch der zukünftige Straffungseffekt optimiert. Anschließend erfolgt bei der Schamhaargrenze ein Schnitt, der bis zu den Beckenknochen verlängert wird.

Damit sich der Nabel später an der richtigen Position befindet, wird er vom Chirurgen umschnitten und präpariert. Nun werden die Haut und das Fettgewebe von der Muskulatur abgelöst und gestrafft. Der Überschuss wird entfernt und der Nabel an seine endgültige Position gebracht. Nachdem Drainagen gelegt wurden, wird die Wunde vernäht. Die Operation selbst dauert rund 2 Stunden und erfolgt immer in Vollnarkose.

Ein Klinikaufenthalt ist unbedingt notwendig. Nach rund 4 Tagen kann man das Spital wieder verlassen, die Fäden werden nach ca. drei Wochen entfernt. Nun muss für ungefähr sechs Wochen ein Mieder getragen werden. Gesellschaftsfähig und arbeitsfähig ist man nach 1 bis 2 Wochen. Das endgültige Ergebnis kann dann nach rund 3 Monaten beurteilt werden.

Kontraindikationen & Komplikationen

Um ein schönes und vor allem dauerhaftes Ergebnis zu bekommen, sollte der Patient sein Körpergewicht bereits seit mindestens einem halben Jahr haben. Denn eines ist eine Bauchstraffung nicht – eine Möglichkeit zur Gewichtsreduktion. Es wird nur die Silhouette verbessert. Wird wieder zugenommen, leidet die Haut besonders stark. Auch wenn man die Familienplanung noch nicht abgeschlossen hat, sollte auf eine Bauchdeckenstraffung lieber verzichtet werden. Denn auch durch diese Überdehnung wird das Operationsergebnis negativ beeinflusst. In diesem Falle empfiehlt es sich noch einige Zeit abzuwarten.

Wie bei allen operativen Eingriffen kann es auch bei einer Bauchdeckenstraffung zu Komplikationen kommen. Diese können etwa Wundheilungsstörungen, Durchblutungsstörungen, Narben, Fettgewebsnekrosen, Fettembolien oder die Bildung von Hautunregelmäßigkeiten sein.